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Endlich Top Produktionen mit ausgesuchten Charakter-Equalizer!

mixing May 20, 2021
Endlich Top Produktionen mit ausgesuchten Charakter-Equalizer!

3 Gründe, weshalb du mehrere Equalizer brauchst - Reicht dein Stock EQ?

Viele Produzenten arbeiten nur mit einem einzigen Equalizer Plugin. Oft sogar nur mit dem Stock Equalizer der DAW. Für kleine Einsätze mag der wohl genügen, doch es gibt gute Gründe auf andere Equalizer auszuweichen. 3 Gründe sprechen dafür, viele verschiedene Equalizer zu benutzen. Schauen wir uns diese mal an:

 

Die 3 Gründe für mehrere Equalizer:

1. Alle Plugins eines Entwicklers besitzen denselben eigenen Klang.

Das rührt daher, dass sie immer dieselben Module in ihre Prozessoren einbauen. Beispielsweise sind die Filter der Firma Farbfilter immer die selben. Sei es beim Multi Band Kompressor, beim Reverb oder dem bekannten Q3. Ist verständlich, denn es wäre verschwendete Zeit und Arbeit, die Filter immer neu zu programmieren. Sie setzen die zuvor programmierten Module immer wieder ein.

Die verwendeten Algorithmen besitzen jedoch einen eigenen Klang. Wenn du nun immer wieder dieselben Plugins einsetzt, schaukeln sich die Eigenheiten auf und färben deinen Sound unwiderruflich. Ich höre oft Produzenten sagen, dass die eine DAW besser klingt als die andere. Das liegt in erster Linie daran, dass beim Mix nur Stock Plugins verwendet werden. Weichst du auf verschiedene Anbieter aus, sieht die Sache schon anders aus.

 

Du fragst dich jetzt sicher:

«In einer Konsole werden ja auch immer dieselben Equalizer und Kompressoren eingesetzt.»
Doch da machst du einen Denkfehler. Der Grund Sound der verschiedenen Kanäle in einem Mischpult mögen ja ähnlich klingen, doch hier sprechen wir von Hardware, welche aus elektronischen Bauteilen besteht. Diese besitzen Toleranzen, sind also nicht identisch und interagieren miteinander. Somit klingt jeder Kanal verschieden.

Ganz anders sieht es bei Plugins aus. Dein Pultec Equalizer klingt genau gleich wie meiner. Und jede Instanz die du einsetzt ist identisch mit der vorherigen. Egal wo du dich befindest und egal in welcher die DAW du arbeitest. Deshalb bin ich ein grosser Fan davon, viele verschiedene Prozessoren unterschiedlicher Hersteller zu verwenden. Denn so verteilen sich die Eigenheiten der verschiedenen Plugins und dein Sound wird ausgeglichener, so wie früher beim Einsatz von reiner Hardware.

 

2. Bei Hardware-Emulationen, dienen die speziellen Eigenheiten als Vorlage.

Somit besitzt jeder Equalizer, der eine Hardware als Vorbild hat, seine Stärken und seine Schwächen. Wenn du viele Equalizer im Arsenal hast, besitzt du die Möglichkeit diese ganz spezifisch einzusetzen und die Vorteile des jeweiligen Prozessors auszuspielen.

 

3. Jeder Plugin Hersteller interpretiert die Parameter unterschiedlich.

Auch wenn du bei zwei Equalizern die exakt gleichen Einstellungen vornimmst, werden sie unterschiedlich klingen. Das liegt daran, dass jede Plugin-Schmiede die Parameter anders auslegt.

Im Video zeige ich dir was der Unterschied zwischen den verschiedenen Equalizern sind und weshalb du dir mehrere zulegen solltest.


Jeder Equalizer klingt unterschiedlich. JEDER!

Fabfilter Pro Q3 vs. Oxford EQ – Unterschiedliche Glockenfilter

Auch wenn wir zwei vermeintlich gleiche Equalizer unterschiedlicher Hersteller verwenden, werden wir verschiedene Resultate bekommen. Vergleichen wir zum Beispiel ein Glockenfilter des Fabfilter Pro Q3 mit dem Oxford Equalizer, sehen und hören wir, dass verschiedene Kurven entstehen, trotz derselben Einstellungen der Parameter.

 

Fabfilter Pro Q3 vs. Oxford EQ – Flanke vs. Overshoot

Noch extremer wird es, wenn wir ein Kuhschwanz-Filter einsetzten. Beim Fabfilter Pro Q3 kannst du den Q-Faktor verändern. Das hat zur Folge, dass ein Dip vor der Anhebung und eine Resonanz nach der Anhebung entsteht. Das deutet auf einen rein mathematischen Algorithmus hin. Er klingt deshalb nicht sehr musikalisch. Der Oxford EQ besitz jedoch einen «Overshoot» Regler, der in Prozent angegeben ist. Betätigst du diesen, wird lediglich ein Dip vor der Anhebung erzeugt. Die Resonanz bleibt aus und deshalb klingt er viel musikalischer.

 

Pultec EQ – Passiver Equalizer mit Spezialfunktionen

Die Overshoot Funktion des Oxford EQ lehnt sich der speziellen Schaltung des Pultec Equalizers an. Bei diesem speziellen EQ kannst du auf derselben Frequenz anheben und gleichzeitig absenken. Da die Schaltung sehr speziell ist, wird dadurch auch hier ein Dip vor der Anhebung erzeugt.

 

Massive Passive – Ein sehr eigenartiger Equalizer

Auch der passive Manley Massive Passive Equalizer besitzt die Overshoot Funktion, ohne eine Resonanz zu erzeugen. Doch er hebt vor der Absenkung leicht an. Bei diesem Equalizer besitzt jede Frequenzeinstellung eine eigene Kurve. Du solltest ihn deshalb genau testen und die Eigenheiten lernen.

 

Sobald du sehr tiefe Frequenzen verwendest (unterhalb von 47Hz) verwandelt sich das Shelf-Filter in ein Glockenfilter. Du musst also stark aufpassen, beim Einsatz dieses Eqs.

 

SPL Passeq – Equalizer mit «verkehrten» Eigenschaften

Viele Semiparametrische Equalizer besitzen eine spezielle Eigenheit. Beim Absenken ist die Kurve steilflankig, bei der Anhebung ist sie breit. Das macht auch Sinn, denn du möchtest beim Absenken eher Resonanzen entfernen (schmalbandig) und beim anheben Energien verschieben (breitflankig). Beim Passeq von SPL ist das genau umgekehrt. Weshalb das so ist, ist mir ein Rätsel. Es ist einfach gut zu wissen und mit ihm bekommst du ein weiteres Werkzeug in dein Arsenal.

 

Trident Equalizer – Asymmetrische Kurven

Der Trident Equalizer ist ein sehr spezieller EQ. Ich benutze ihn gerne für elektrische Gitarren. Er besitzt die Eigenheit, dass die Flanken der Filter nicht symmetrisch sind. Obwohl das meist ein Grund ist, der den Sound seltsam klingen lässt, klingt er sehr musikalisch und direkt.

 

Mäag EQ4 – Färbend bei Null-Stellung

Manch ein Equalizer verändert das Signal schon beim Einsetzen, obwohl alle Regler in Null-Stellung sind. Das hat oft mit der verwendeten Schaltung zu tun. Ein Typisches Beispiel ist der Mäag EQ4. Dieser EQ wird oft wegen seines «Air»-Bandes gelobt.

 

Beachte das Sampling Theorem!

Ältere Equalizer Plugins besitzen oft kein Oversampling. Das hat zur Folge, dass sie keine Frequenzen oberhalb der Halben Samplig-Rate abbilden können. Das hat zur Folge, dass sich die Kurve in den oberen Regionen verzieht. Um dieses Problem zu lösen, müssen wir einen Equalizer mit Oversampling einsetzen. Die meisten neueren EQs machen das schon von haus aus, doch viele Stock EQs besitzen diese Funktion nicht. Deshalb würde ich die Finger davon lassen. Beispiele für dieses Phänomen sind der ReaEQ von Reaper oder der Q10 von Waves.

Diese 3 Gründe verschiedene Equalizer zu besitzen, sind nur die offensichtlichsten Merkmale. Nebst diesen gibt es noch viele weitere, vor allem bei Hardware. Da sprechen wir von «langsamen» und «schnellen» Equalizern. Diese kannst du ganz gezielt einsetzen um nur Transienten zu bearbeiten. Wie das geht kannst du in diesem Video anschauen: Jazz Mastering.

Ich habe auch Hardware-Equalizer miteinander verglichen. Hier kannst du dir den Unterschied anhören: Mastering EQ-Vergleich.

Trulli


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