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Warum ist Mastering so wichtig?

mastering Aug 27, 2022

Mastering...

Es ranken sich viele Mythen, Halbwissen und Missverständnisse um dieses Thema. Frage 10 verschiedene Produzenten was Mastering ist und du bekommst 11 unterschiedliche Antworten.

Manche meinen, Mastering sei nebensächlich, andere wiederum glauben, Mastering sei einer der wichtigsten Schritte im Produktionsprozess.

Die Wahrheit ist: Beide haben recht.

Oft wird Mixing und Mastering miteinander vermischt, ja sogar verwechselt. Viele Produzenten sprechen von einem fliessenden Übergang zwischen den beiden Disziplinen. Ich möchte nun ein wenig Klarheit in diese Angelegenheit bringen.

 

Lass es mich mal so erklären:

Vergleiche Mixing und Mastering mit Kochen.

Beim Kochen verwendest du verschiedene Zutaten. Eine Hauptzutat und verschiedene Nebenzutaten. Beim Mixing sind das die einzelnen Instrumente und Spuren.

Du kochst dann jede Zutat individuell und fügst sie nach und nach zu einem Gesamtbild zusammen. Dafür benötigst du Gewürze. Diese Gewürze sind beim Mixing den Effekten gleichzusetzten. Es gibt Grund-Gewürze wie Salz und Pfeffer, geleichzustellen mit Equalizern und Kompressoren, und exotischere Gewürze, wie Curry, Anis, Kümmel, usw. Das sind dann Effekte wie Chorus, Delay, Saturatoren, etc.

Wenn du richtig gut gekocht hast, dann erhältst du am Schluss ein leckeres Mahl. Die Hauptzutat steht im Mittelpunkt und wird von den Nebenzutaten unterstützt. Genauso verhält es sich beim Mixing.

 

Weshalb musst du denn deine Musik noch mastern?

Klar, das Gericht ist gut gekocht und schmeckt. Nun kannst du es auf einem Pappteller servieren oder eben auch schön anrichten und dekorieren. Was spricht dich mehr an? Natürlich, das gut präsentierte Menü!

Und genau das ist die Aufgabe des Masterings. Die Musik im besten Licht erscheinen zu lassen. Da geht es gar nicht mehr um die einzelnen Bestandteile, sondern um das Gesamtbild.

Du kannst ein gut gekochtes Gericht schlecht präsentieren. Das kennt du, wenn du im Urlaub in Restaurants gehst und dir dort schäbige Fotos der Gerichte präsentiert werden, obwohl sie absolut schmackhaft zubereitet sind.

Handkehrum kannst du eine Mac Donalds-Filiale besuchen, wo die Bilder der Burger hochglanz-mässig präsentiert werden. Doch wenn du den Burger bekommst, wird dir ein zusammengequetschtes Brötchen mit undefinierbarem Inhalt serviert.

Selbstverständlich ist es das Ziel, das beste beider Welten zu bekommen: Eine gut zubereitete Mahlzeit, die schön präsentiert ist.

 

Wie musst du deine Musik mastern?

Die Musik muss überall gut klingen.

Das ist schon eine Königsdiziplin. Du benötigst eine exzellente Abhörsituation, in der du kompromisslos richtige Entscheidungen treffen kannst. Das setzt natürlich voraus, dass du deine Lautsprecher und deinen Raum kennst, damit du sicher die richtigen Urteile fällst.

Du weisst nie, auf welchem Medium deine Zuhörer deine Musik anhören. Vielleicht auf Ear-Pods, auf einer Boombox, im Auto oder sogar in einem Klub? Die Aufgabe des Masterings ist es, die Frequenz-Balance so anzupassen, dass du das gewährleisten kannst.

Das machst du in erster Linie mit Equalizern, De-Essern, Multibandkompressoren oder HF-Limitern. Und je nachdem wo das Problem genau liegt, benötigst du eine andere Technik. Oft ist es auch eine Kombination mehrerer Prozesse. 

Ziel ist es, dass du ausgewogenes Frequenzbild erschaffst, damit die Musik unseren Hörgewohnheiten entsprechen. Und das egal bei welcher Lautstärke und Umgebung.

Das setzt eine gewisse Kenntnis der Psychoakustik und unserer Audio-Wahrnehmung voraus.

  

Die Musik zu einem Werk vollenden.

Die einzelnen Spuren sind gemischt und auf eine Stereo-Spur gerendert worden. Trotzdem fühlen sich manche Mixe noch nicht als eine Einheit an. Du möchtest, dass deine Musik aus einem Guss daherkommt.

Beim Mastering schweisst du nun die Instrumente zusammen. Mit Kompressoren vereinst du die noch alleinstehenden Instrumente und Stimmen zu einem Ganzen. Du knetest sie sanft ineinander, sodass gewisse laute Spitzen nicht mehr auffallen und sich die Instrumente dynamisch zueinander verhalten

Vergleiche es mit dem Schnitt eines Baums. Kleine herausragende Äste schneidest du in Form, damit der Baum eine schöne Silhouette bekommt.

Das ist beim Mixing-Prozess kaum möglich. Du müsstest penibel die Mikro-Dynamik jeder Spur manuell oder per Automatisation bearbeiten und würdest trotzdem nicht zum Ziel kommen.

Beim Mastering ist das jedoch möglich und auch ein Hauptbestandteil. Für mich jedenfalls.

 

Eine eigene Handschrift für den Künstler entwickeln.

Der Künstler soll jederzeit erkennbar sein und seiner Musik zugeordnet werden können.

Stelle es dir vor, wie wenn du ein Filter auf ein Video oder Foto legst. So wie beim Blockbuster «The Matrix» das Bild einen Grünstich besitzt, wenn er in der Matrix spielt und einen Blaustich, wenn es sich um die reale Welt handelt.

Es reicht jedoch nicht, einfach das Bild einzufärben, wie mit einem Instagram-Filter. Sondern du musst den Filter anpassen, je nachdem welche Farben im Ursprungs-Bild schon vertreten sind.

Bei der Musik ist es genau gleich. Du musst wissen, welche Emotionen die einzelnen Lieder auslösen sollen und sie so bearbeiten, dass eine eindeutige Handschrift erkennbar wird. So, dass man den Künstler immer wieder erkennt, egal welches Lied nun gespielt wird. 

Beim Mixing ist das schwer zu realisieren. Du kannst zwar mal einen Grundtenor setzen, doch beim Mastering kannst du die Gesamtheit bearbeiten und es somit viel einfacher und eleganter lösen.

Noch mehr musst du darauf achten, wenn du ein gesamtes Album masterst. Jedes Lied sollte dasselbe Klangbild besitzen, damit du beim Anhören nicht von einem Extrem ins andere katapultiert wirst. Das ist vor allem bei Alben schwierig, die Lieder besitzen, welche von mehreren Künstlern in verschiedenen Studios zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen wurden.

 

Moderne Musik muss laut klingen, jedoch auch «gesund» sein

Wir sind uns laute Musik gewohnt. Das kommt in erster Line von den Radiostationen. Die benötigen voll ausgesteuerte und laute Musik, damit sie die Frequenzen, auf denen sie senden voll auslasten können und somit gegen keine fremden Einstreuungen resistent sind.

Die Radiostationen machen das meist mit ihrer Sendeaufbereitung. Doch bei gewissen Genres gehört es zur Soundästhetik, dass sie «übermässig» laut ist. Die Kunst liegt darin, die Musik laut zu machen, jedoch die Dynamik so weit wie möglich beizubehalten. Sie muss noch «gesund» klingen. 

Wie du weisst, klingt lautere Musik in erster Linie immer besser. Doch unser Gehirn ermüdet schnell bei überkomprimierter und überlimitierter Musik, da es fehlende oder kaputte Teile des Audios rekonstruieren muss. Die Kunst liegt darin die Balance zwischen Dynamik und Lautheit zu finden, sodass deine Tracks nicht gegen die anderen in deiner Bibliothek abfallen.

Da reicht es nicht, einfach einen Limiter einzusetzen und das File zu limitieren. Lautheit erzeugst du mit dem richtigen Einsatz von Equalizern und Kompressoren. Und das ohne ungewollte Verzerrungen zu erzeugen.

 

Das Normen-Wirrwarr

Seit die Streamingdienste im Musikkonsum die Oberhand gewonnen haben, ist die Verwirrung über die Einhaltung der Normen zwangsläufig gestiegen. Jede Streaming Plattform stellt eigene, individuelle Anforderungen an das angelieferte Audiomaterial und jedes physische Abspielmedium verlangt die Einhaltung ganz bestimmter festgelegter Normen.

Das ist für viele Musikproduzenten sehr verwirrend. Es kommt auch sehr oft vor, dass Distributoren Musikstücke ablehnen, weil sie entweder qualitativ nicht den gewünschten Ansprüchen genügen oder sie auch nicht den gewünschten Normen entsprechen.

Kino und TV besitzen andere Formate als CD oder Streams. Apple Digital Masters müssen ganz genau den Vorgaben von Apple entsprechen, wogegen Soundcloud eher locker mit verschiedenen Formaten umgeht.

Mastering ist dazu da, die Qualität und die Standards zu überprüfen und anzupassen, denn Mastering ist der allerletzte Schritt vor der Veröffentlichung.

Dabei handelt es sich manchmal eine Gratwanderung, weil du dem Künstler und dem Musikvertrieb gleichermassen gerecht werden musst.

 

Fazit

Mastering ist keine Hexerei...

...benötigt jedoch breite und tiefe Kenntnis auf verschiedenen Ebenen. Der Mastering Engineer muss:

  1. Ein grosses Musikalisches Verständnis besitzen
  2. Empathisch sein gegenüber seinen Kunden
  3. Grosse Erfahrung in der Musikbearbeitung mitbringen
  4. Eine tiefes technisches Know-How besitzen
  5. Up -To-Date sein, bezüglich Normen und Formate

Doch das ist alles erlernbar und wer mit Interesse sich das Wissen aneignet und genug übt, kann dieses spannende Thema schnell erlernen und somit ein Musik-Experte werden.

Falls du dich fürs Mastering interessierst, deinen Wissens-Schatz erweitern möchtest und ein Audio-Spezialist werden willst, lade ich dich ein mit mir mal zu sprechen. Wir führen regelmässig exklusive Mastering-Seminare mit ausgewählten Teilnehmern durch, in denen wir sie während mehreren Wochen die Geheimnisse des Masterings einweihen.

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Ich wünsche dir nun noch viel Erfolg beim produzieren deiner Musik und die deiner Kunden!

Lass es grooven,

 


 

Trulli Trulli 

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